Ein leises Klicken, die Tür zum alten Tierheim in Oberndorf schließt sich nach über 30 Jahren. Für viele wäre das ein Schlusspunkt, das endgültige Aus. Doch im Landkreis Bamberg in Oberfranken entsteht aus diesem Abschied kein Vakuum der Resignation, sondern ein Funke der Hoffnung. Rund 20 Kilometer entfernt, in Ailersbach, verwandeln ehrenamtliche Hände, angetrieben von unbändiger Tierliebe, alte Stallungen und Nebengebäude in ein Versprechen für eine neue Zukunft. Wo einst landwirtschaftliche Betriebsamkeit herrschte, werden bald Katzenzimmer, Quarantänestationen und Kleintierbereiche entstehen. Es ist ein täglicher Kraftakt zwischen Bauplänen, Werkzeugkisten und der unermüdlichen Versorgung der Tiere am alten Standort. Wenn andere den Feierabend genießen, wird hier gestrichen, geplant und organisiert. Nicht für Profit, sondern für Lebewesen, die eine zweite Chance brauchen. Über diesen beeindruckenden Neuanfang und den unermüdlichen Einsatz für Tiere in Not sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit Lisa Weber, der ersten Vorsitzenden des Tierschutzvereins Höchstadt an der Aisch und Umgebung.
Ein Neuanfang nach 30 Jahren
Die Nachricht im Februar 2023 traf den Verein wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Das langjährige Tierheim in Oberndorf muss aufgegeben werden. Für Lisa Weber, die erst seit 2021 als erste Vorsitzende im Amt ist, war dies eine immense Herausforderung. Doch anstatt zu resignieren, schaltete der gesamte Vorstand sofort in den Krisenmodus. Aufgeben war, wie Lisa Weber im Gespräch betonte, zu keiner Sekunde eine Option. Obwohl der leichtere Weg, sei der Entschluss, weiterzumachen, einstimmig gefallen. Man war sich der gewaltigen Aufgabe bewusst, denn als kleiner, spendenfinanzierter Verein ist der Kauf und Umbau einer Immobilie ein finanzieller Kraftakt. Schnell wurde man in Ailersbach fündig und das Grundstück konnte erworben werden, eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt einen Förderantrag beim Freistaat stellen zu können. Derzeit sind die Planungsarbeiten abgeschlossen. Der Verein hat Kosten optimiert und viele Arbeiten als Eigenleistung deklariert, um das Budget zu schonen. Nun wartet alles auf den finalen Startschuss, um mit den eigentlichen Umbauarbeiten beginnen zu können und den rund 60 Tieren, darunter Katzen, Schafe und Geflügel, bald ein neues, sicheres Zuhause bieten zu können.
Zwischen Ehrenamt und 40-Stunden-Woche
Was diesen Verein so besonders macht, ist das schier unendliche Engagement seiner Mitglieder. Lisa Weber selbst ist ein Paradebeispiel für diesen Einsatz. Seit 2012 im Verein aktiv, managt sie die gewaltige Aufgabe des Neubaus und die Vereinsführung neben ihrer regulären 40-Stunden-Woche als Vollzeit-Berufstätige. Oft klappt sie den Arbeitsrechner zu, nur um direkt den Laptop mit den Vereinsangelegenheiten hochzufahren. Dieses enorme Pensum erfordert ein perfektes Zeitmanagement und die Fähigkeit, sich auch Pausen zu gönnen, um nicht auszubrennen. Den Antrieb schöpft sie aus der Unterstützung der anderen Vereinsmitglieder und dem Zuspruch aus der Bevölkerung. Der Verein zählt rund 400 Mitglieder und kann auf etwa 30 aktive Ehrenamtliche bauen. Ohne diese ehrenamtliche Hilfe wäre die Arbeit nicht zu stemmen, auch wenn es festangestellte Mitarbeiter für die medizinische Versorgung, Koordination und tägliche Reinigung gibt. Gerade im Hinblick auf den Neubau sind auch handwerklich begabte Helfer Gold wert, denn Arbeiten wie Streichen oder der Bau von Gehegen sollen in Eigenleistung erbracht werden, um die knappen Finanzen zu schonen.
Jedes Tierleben zählt
Die Motivation für all diese Mühen sind die Tiere selbst. In über 30 Jahren hat der Verein mehr als 10.000 Tieren geholfen. Die Schicksale sind vielfältig: von Handaufzuchten kleiner Kätzchen über alte und kranke Tiere bis hin zu Streunerkatzen, die oft viel zu jung und in schlechtem Zustand trächtig werden. Ein eindrückliches Beispiel ist Kater Toni, der in einem elendigen Zustand gefunden und vom Verein wieder aufgepäppelt wurde. Solche Erfolgsgeschichten geben die nötige Energie, um weiterzumachen. Der Verein hat sich dabei auch auf die Sozialisierung von scheuen und wilden Katzen spezialisiert, um auch ihnen eine Chance auf ein liebevolles Zuhause zu geben. Die Vermittlung erfolgt dabei sehr sorgfältig und intensiv. In persönlichen Gesprächen und bei Kennenlernterminen wird genau geschaut, welches Tier zu welchen Menschen passt. Eine umfassende Beratung, auch über die wahren Bedürfnisse von Tieren wie Kaninchen, und Nachkontrollen im neuen Zuhause sind dabei selbstverständlich. Auch nach der Vermittlung steht das Team den neuen Besitzern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
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Wir von „Trude Kuh“ sind immer wieder tief beeindruckt von dem Engagement, das Menschen wie Lisa Weber und ihr Team vom Tierschutzverein Höchstadt an der Aisch und Umgebung an den Tag legen. Sie zeigen, wie aus einem scheinbaren Ende ein kraftvoller Neuanfang für unzählige Tiere werden kann. Wenn auch Du einen Verein oder eine Initiative kennst, die eine solche Bühne verdient, dann habt Ihr die Möglichkeit, Euren Verein im Interview vorstellen zu lassen. Melde Dich einfach bei uns und vielleicht sitzt Du schon bald hier bei uns im TV-Studio von „Trude Kuh“. Solche Geschichten verdienen es, gehört zu werden, und wir bieten dafür die perfekte Plattform. Neben der Vorstellung von Vereinen bietet die Welt von „Trude Kuh“ aber noch viel mehr. Unsere Plattform ist ein pulsierender Ort für Information und Unterhaltung. Wenn Du mehr über unsere vielfältigen Inhalte und Sendungen erfahren möchtest, besuche uns doch einfach auf „Trude Kuh“ und werde Teil unserer wachsenden Gemeinschaft. Für Unternehmen, die eine reichweitenstarke und sympathische Zielgruppe erreichen möchten, ergeben sich hier ebenfalls spannende Möglichkeiten. Mit über 14,5 Millionen Kontakten pro Monat bieten wir ein enormes Potenzial, Deine Marke oder Dein Produkt effektiv zu präsentieren. Informiere Dich über unsere vielseitigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen und nutze unsere Reichweite für Deinen Erfolg. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören, egal ob als Vereinsvertreter, Zuschauer oder Werbepartner.


