Die Idee beginnt nicht mit großen Budgets, sondern mit einem schlichten Bedürfnis: Raum für Bewegung, Begegnung und Rücksicht. Wer mit Hund unterwegs ist, kennt die engen Wege und die scharfen Regeln, die besonders in bestimmten Jahreszeiten Freilauf einschränken. Gleichzeitig fordert das Tierschutzgesetz, Hunden genau diesen Freilauf zu ermöglichen. Zwischen diesen Polen entsteht eine Lücke, die viele Menschen spüren – in Niedersachsen ebenso wie bundesweit. Der Verein Köterwiese aus Westerstede will diese Lücke schließen, mit einer eingezäunten, naturnahen Hundeauslaufwiese im Landkreis Ammerland: sicher, inklusiv und ganzjährig nutzbar. Darüber sprechen der erste Vorsitzende Mike Bruns und der zweite Vorsitzende Thorsten Larisch – eloquent, bodenständig und voller Herz für Zwei- und Vierbeiner. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Warum eine Köterwiese? Bedarf, Idee und Vision
Der Impuls kam aus der Praxis: In Schortens existiert bereits eine vorbildliche Auslauffläche – allerdings eine Stunde Anfahrt entfernt. Die Frage lag nahe: Warum nicht auch im Ammerland? Aus dem Wunsch, Hunden sicheren Freilauf zu bieten, wuchs die Vision einer ganzheitlichen Begegnungsstätte, die Mensch und Tier gleichermaßen einbezieht. Geplant sind klar strukturierte Bereiche für unterschiedliche Hundegrößen, Ruhezonen und Schattenplätze, Sitzgelegenheiten für Menschen sowie Informationspunkte für verantwortungsvollen Umgang. Diese Köterwiese soll mehr sein als eine Auslauffläche: ein Ort für Begegnung, Verständnis und Rücksicht, an dem Hundepersönlichkeiten sich entfalten können und Menschen – ob jung, alt, mobil oder eingeschränkt – gemeinsam Zeit im Grünen verbringen.
Zwischen Regelwerk und Realität: Verfahren, Auflagen und Hürden
Die Umsetzung ist komplexer als gedacht. Statt „mal eben“ eine Fläche zu eröffnen, steht ein Planfeststellungsverfahren an – zeitintensiv, kostenrelevant und mit einem dichten Regelwerk verbunden. Ein Investor ist grundsätzlich bereit, doch die Mühlen der Genehmigung mahlen langsam. Gleichzeitig zeigt sich, wie konkret und verantwortungsvoll das Konzept ist: Für den Betrieb als Vereinsfläche muss immer jemand vor Ort sein. Alle 50 bis 55 Meter sind Wasserbehälter vorzuhalten, um im Ernstfall schnell eingreifen zu können. Erste-Hilfe-Möglichkeiten gehören ebenso dazu wie feste Wege für Rollstuhl und Rollator, damit inklusive Nutzung selbstverständlich wird. Der Unterschied zur kommunalen Lösung ist deutlich: Wenn eine Stadt solche Flächen betreibt, gelten sie als öffentlicher Grund – bei Vereinsbetrieb steigen die Auflagen. Mike Bruns und Thorsten Larisch geben sich indes pragmatisch: Sicherheit, Struktur und Betreuung sind Teil des Plans, auch wenn man dabei gelegentlich mit den Ohren schlackert angesichts mancher Vorschrift.
Gelebte Gemeinschaft: Sonntagsrunden, Inklusion und Vereinsleben
Bis die Köterwiese eröffnen kann, bringt der Verein Menschen und Hunde dennoch zusammen. Sonntagsrunden sind mittlerweile fester Bestandteil des Vereinslebens: rund 20 Teilnehmende, oft mehr, organisiert in Gruppen für große und kleine Hunde, damit niemand überrannt wird und jede Begegnung achtsam bleibt. Inklusion ist gelebte Praxis – Rollator-Nutzer wie Hans sind dabei, begleitet von ihren Hunden wie Jupiter, und erfahren Gemeinschaft, die mobil macht. Der Verein investiert zudem in Wissen und Sicherheit: Erste-Hilfe-Kurse am Hund, Austausch mit anderen Vereinen, gemeinsame Besuche bestehender Auslaufflächen wie in Schortens inklusive Kaffee und Kuchen. Das Miteinander steht im Mittelpunkt, auch jenseits des Hundethemas: Kulturabende, Gespräche und Aktionen, die den Zusammenhalt stärken. Bei etwa 80 Mitgliedern ist spürbar, wie groß der Bedarf ist und wie sehr die Köterwiese als Herzensprojekt getragen wird.
Transparenz und Nachbarschaft: Probebetrieb ohne Gegenwind
Wo Planung konkret wird, ist Nachbarschaft entscheidend. Im Probebetrieb hat der Verein aktiv informiert, WhatsApp-Gruppen eingerichtet und offen um Rückmeldungen gebeten. Ergebnis: keine Beschwerden, eher Zustimmung. Die Lage ist naturnah, mit Blick auf Windkraftanlagen – ruhig, gut erreichbar, und zugleich so geführt, dass Rücksichtnahme Prinzip bleibt. Das Ziel bleibt, dem Freilauf ein Zuhause zu geben, das Wildtiere schützt, Regeln klug integriert und Hundehaltenden eine Alternative bietet, wenn andere Wege zur Brut- und Setzzeit tabu sind.
Nächste Schritte: Politik, Verfahren und Durchhaltewillen
Die Stadt unterstützt und vermittelt zwischen Landkreis und Verwaltung. Ein vereinfachtes Feststellungsverfahren ist in Prüfung – schneller und kostenärmer. Politische Befürworter sind nun gefragt, damit das Projekt Fahrt aufnimmt. Inhaltlich ist die Köterwiese weit gediehen: Pläne, Broschüre, Grafiken und Konzept stehen. Organisatorisch ist der Verein robust und engagiert. Die Botschaft ist klar: Der Bedarf ist hoch, die Verantwortung groß, und der Wille, das Projekt inklusiv, sicher und nachhaltig umzusetzen, ungebrochen.
Einladung, Reichweite und Mitmachen: So wirst Du Teil der „Trude Kuh“-Community
Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein: Wenn Du einen Verein führst oder ein Unternehmen bist, das regional sichtbar werden möchte, dann melde Dich bei uns. Im TV-Studio von „Trude Kuh“ geben wir Projekten wie der Köterwiese eine Bühne, weil Themen wie Freilauf, Inklusion und verantwortungsvolle Tierhaltung in der Gesellschaft wichtig sind. Wir haben mit Mike Bruns und Thorsten Larisch über ihren Weg gesprochen: über das Planfeststellungsverfahren, die inklusiven Wege, die Sonntagsrunden, den Erste-Hilfe-Kurs am Hund, die transparente Nachbarschaftsarbeit und darüber, warum eine ganzjährig eingezäunte Auslaufwiese im Landkreis Ammerland ein echter Mehrwert ist. Wenn Du mit Deiner Initiative ähnliche Ziele verfolgst oder einfach neugierig bist, wie ein Auftritt bei uns abläuft, schau auf unserer Website vorbei, erfahre mehr über „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“ und wirf einen Blick hinter die Kulissen unseres TV-Studio von „Trude Kuh“. Wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, findest Du alle Infos hier: Verein im Interview vorstellen. Und falls Du als Unternehmen die enorme Reichweite nutzen willst: „Trude Kuh“ erzielt über 14,5 Mio. Kontakte im Monat – ideale Voraussetzungen für starke Markenpräsenz, Storytelling und Kampagnen. Entdecke passende Formate und Platzierungen unter Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ bringen Menschen, Vereine und Ideen zusammen – wenn auch Du Dein Projekt sichtbar machen möchtest, dann melde Dich, komm zu uns ins Studio und lass uns gemeinsam Deine Geschichte erzählen.


