Heike Strietholt vom Verein BigMosaiG e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Manchmal beginnt das Große mit einem ganz kleinen Pinselstrich. Ein einfacher Tisch, ein paar Keilrahmen, Farben, Pinsel – kein Anspruch auf Perfektion, keine großen Worte. Menschen setzen sich zusammen, nicht im Museum, nicht in einer Galerie, sondern mitten im Alltag. Und plötzlich entsteht ein Moment, der über jedes einzelne Bild hinauswächst: Kunst wird zur Verbindung, zum gemeinsamen Erlebnis, das berührt und bleibt. Genau diese Idee bildet den Kern des Projekts BigMosaiG aus Greven im Kreis Steinfurt in NRW. Die Initiatorin und Vorsitzende Heike Strietholt erzählt im Gespräch, wie aus Frust über kurzlebige Massenbegeisterung ein langfristiges Kunst- und Gesellschaftsprojekt wurde, das 250.000 Bilder zu einem einzigen, gewaltigen Mosaik auf einem Fußballfeld vereint. Das Interview wurde geführt von Redaktionsleiter Georg Mahn in den Studios von „Trude Kuh“.

Wie aus einem Gedanken ein bundesweites Mitmachkunstprojekt wurde

Heike Strietholt beschreibt den Auslöser sehr plastisch: Große Events wie eine Fußballweltmeisterschaft entzünden landesweite Euphorie – Menschen feiern, umarmen sich, fühlen sich verbunden. Sie fragte sich, weshalb diese verbindende Kraft fast nur dem Sport gelingt. Gleichzeitig sah sie Phänomene, die viel Aufmerksamkeit erzeugten, aber nach dem großen Moment verpufften: Domino-Day mit Steinchen, die schlicht umfallen, oder der verhüllte Reichstag von Christo – groß, spektakulär, aber vergänglich. Ihr Kopf arbeitete weiter, trotz anfänglicher Skepsis, bis sich eine Idee durchsetzte: Ein Projekt, bei dem Menschen nicht für die Schublade malen, sondern für ein gemeinsames Ganzes. Aus dem Impuls wurde ein Verein, aus dem Verein eine Bewegung. BigMosaiG steht für Gemeinsam Großes Gestalten – das große G. im Namen erinnert als klares Statement daran.

Heute existieren bereits rund 4.000 Bilder, und die Zielmarke ist kühn: 250.000 farbige Beiträge, jeweils 20 mal 20 Zentimeter, zusammengefügt zu 9.000 Quadratmetern Kunst – der Fläche eines Fußballfeldes. Der Weg dahin ist niederschwellig, offen, ermutigend. Wer sagt „Ich kann nicht malen“, bekommt die freundlichste aller Gegenfragen: Wer streicht bei euch die Wände? Und wenn die Hand in Farbe getaucht und auf den Keilrahmen gedrückt wird, ist aus dem „Ich kann nicht“ längst ein „Ich mach’s einfach“ geworden. Selbst ein Schäferhund durfte mit seiner gestempelten Pfote Teil des Mosaiks werden. So leicht kann Verbindung beginnen.

Räume öffnen, Menschen befähigen: Kunst mit Wirkung statt für den Müll

Ein zentraler Ort sind Senioreneinrichtungen. Dort entsteht viel Kreatives – doch zu oft landen Werke später im Mülleimer, weil die Räume oder Möglichkeiten zur dauerhaften Präsentation fehlen. BigMosaiG dreht diese Logik um. Jedes Bild hat ein Ziel, eine Bühne und eine Würdigung: Es wird Teil des großen Mosaiks und schließlich großartig präsentiert, idealerweise in einem Stadion mit Überdachung. Denn das Gesamtwerk soll nicht vom Wetter bestimmt werden. Der Anspruch ist, dass Kreativität bleibt – sichtbar, respektvoll und erlebbar.

Die Vielfalt der entstandenen Bilder ist groß. Von „Krickel-Krackel“-Kompositionen der Kleinsten über das schlichte Tupfen bis zu Kratztechniken und abstrakten Formenspielen. Ein Maskottchen aus echten Schleifen und Pinseln. Beitragsserien von der AWO, die sich besonders engagiert zeigt. Luftballons als Malwerkzeug, Spachtel statt Pinsel – jede Einrichtung und jede Person findet ihren Weg. Darin liegt die Kraft: Das eine Bild überzeugt vielleicht durchs Auge, das andere durch Emotion. Und genau diese Nachbarschaft macht das Mosaik so menschlich. Es geht nicht darum, ob ein Bild später einmal Geld wert ist, sondern darum, dass jemand den Mut gefasst hat zu malen, teilzunehmen, sich zu verbinden.

Persönliche Geschichten, die tragen: Motivation, die größer wird als ein Projekt

Die Arbeit entfaltet nicht nur künstlerische, sondern auch soziale Dimensionen. Heike erzählt von einem älteren Herrn, der während des Malens nachfragte, wann das große Ganze fertig sei. Sie schätzt 23 Jahre bis zur Vollendung. Er entgegnete, er werde dann wohl nicht mehr leben. Und malte weiter. Nach einer Weile sagte er: „Aber mein Bild, das ist dabei.“ Dieser Satz fasst zusammen, was BigMosaiG bewirkt: Das eigene Werk ist Teil von etwas Bleibendem – eine Zugehörigkeit, die weit über einen Moment hinausreicht.

Solche Geschichten sind Antrieb. Gespräche, Begegnungen, das schnelle Netzwerken, das Türen öffnet – wie der Tipp eines Nachbarn, der Heike in die Studios von „Trude Kuh“ führte. Innerhalb von zwei Wochen saß sie dort und erzählte, während im Studio bereits einige der farbigen Keilrahmen hingen. Diese Energie wirkt zurück auf den Verein, auf die Motivation der Mitstreiterinnen und Mitstreiter, auf die Bereitschaft weiterer Einrichtungen, mitzumachen. Auch persönliche Herausforderungen werden mitgedacht: Kranke Menschen, die zögern, finden hier einen geschützten Zugang zur Kreativität. Heikes Herzenswunsch: Ein Bild, gemalt von einem blinden Menschen. Kunst als Spiegel von Körper und Seele, als Türöffner zur Teilhabe.

Und die Vision ist konkret: Ein Stadion mit Dach – etwa die Veltins-Arena auf Schalke – wäre ideal, um die 9.000 Quadratmeter auszulegen, wetterfest und sicher. Alternativen sind denkbar, entscheidend ist die Überdachung. So wird aus tausenden kleinen Leinwänden ein begehbares, befühlbares Gesamtwerk. Bis dahin ist einiges zu stemmen: Transporter mit 2,50 Meter Innenlänge, Bierzeltgarnituren für mobile Malaktionen, Kisten voller Keilrahmen, Pavillons je nach Wetterlage. Partner, Spenden, Sachmittel, Zeit – all das braucht es, damit das Projekt weiter wächst und Schritt für Schritt sein Ziel erreicht.

Einladung, Mitmachen, Werbekraft: Dein Weg ins TV-Studio und in die Community

Wir von „Trude Kuh“ lieben Projekte, die Menschen verbinden, und genau das leistet BigMosaiG mit einer einfachen Idee, die Großes bewirkt: Du bekommst einen Keilrahmen, Du machst Farbe drauf, Du wirst Teil eines riesigen Ganzen, das die Kraft der Gemeinschaft sichtbar macht. Wenn Du Deinen Verein, Deine Initiative oder Dein Unternehmen vorstellen willst, laden wir Dich herzlich in das „Trude Kuh“ Universum ein: Im TV-Studio von „Trude Kuh“ geben wir Dir eine Bühne, auf der Deine Geschichte wirkt. In unserem Format kannst Du Dein Projekt präsentieren, den Funken überspringen lassen und Unterstützerinnen sowie Unterstützer finden. Wenn Du mit Deinem Team im Interview sichtbar werden möchtest, findest Du hier den direkten Weg: Verein im Interview vorstellen. Und falls Du als Unternehmen die enorme Reichweite nutzen willst: „Trude Kuh“ erzielt über 14,5 Mio. Kontakte im Monat – damit bieten wir echte Schlagkraft für Markeninszenierung, aufmerksamkeitsstarke Platzierungen und Kampagnen, die Menschen erreichen. Informiere Dich über passende Formate und Platzierungen unter Werbemöglichkeiten für Unternehmen. In Kürze: BigMosaiG schafft niederschwellige Kreativräume, sammelt 250.000 Bilder zu einem Fußballfeld großen Mosaik, wirkt in Senioreneinrichtungen besonders nachhaltig und sucht Partner für Logistik und Präsentation – wir geben solchen Geschichten eine Bühne. Wenn Du mit Deinem Verein oder Deiner Firma ebenfalls etwas bewegen willst, melde Dich einfach, dann setzen wir gemeinsam den ersten Pinselstrich in den TV-Studios von „Trude Kuh“.