Ein unscheinbarer Blick, ein Stups mit der Nase, das Herbeischleppen eines bestimmten Handtuchs. Was für Außenstehende wie eine zufällige Geste eines Hundes wirken mag, kann für einen Menschen mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung ein lebensrettendes Signal sein. Es ist die stille Sprache zwischen Mensch und Tier, die den Unterschied macht zwischen einem herannahenden epileptischen Anfall und rechtzeitiger Sicherheit, zwischen einer Panikattacke und beruhigender Gewissheit. Diese besondere Verbindung ist mehr als nur die Beziehung zwischen einem Halter und seinem Haustier; sie ist eine Partnerschaft, die auf Vertrauen, intensivem Training und einem tiefen Verständnis füreinander beruht. Ein Assistenzhund ist nicht einfach nur ein Begleiter – er ist ein Türöffner zu einem selbstbestimmten Leben, ein stiller Held auf vier Pfoten, der Hoffnung schenkt, wo zuvor oft nur Hürden waren. Über diese faszinierende Arbeit sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit Katharina Küsters, der Gründerin von Assistenzhunde Helfende Pfoten.
Ein Versprechen als Gründungsgeschichte
Viele Menschen denken bei einem Hund als Helfer sofort an den klassischen Blindenführhund. Doch die Welt der Assistenzhunde ist weitaus vielfältiger und spezialisierter, wie Katharina Küsters eindrucksvoll berichtet. Die Geschichte ihres Vereins begann nicht mit einem Geschäftsplan, sondern mit einem zutiefst persönlichen Versprechen an eine Freundin, die an einem inoperablen Gehirntumor erkrankt war. Inspiriert durch einen Fernsehbericht aus den USA über Assistenzhunde für Veteranen, fassten die beiden den Entschluss: „Was die können, können wir auch.“ Nach dem Tod ihrer Freundin führte Küsters die begonnene Arbeit fort. Seit 2023 leitet sie die Organisation offiziell, deren Wurzeln bis ins Jahr 2007 zurückreichen. Mit einem elköpfigen Team, darunter fünf Trainer, bildet der Verein in Overath Assistenzhunde für Menschen mit verschiedensten Herausforderungen aus. Die Aufgaben, die diese Tiere übernehmen, sind erstaunlich und reichen weit über das bloße Begleiten hinaus.
Vom Türenöffner zum Lebensretter
Die Aufgaben eines Assistenzhundes sind so individuell wie die Bedürfnisse des Menschen, den er unterstützt. Es gibt über 200 beschriebene Assistenzleistungen, die ein Hund erlernen kann, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen. Bei Epilepsie können manche Hunde einen Anfall Minuten im Voraus erkennen und warnen. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden sie zu wortwörtlichen Türenöffnern, helfen beim An- und Ausziehen oder heben heruntergefallene Gegenstände auf. Im psychischen Bereich können sie bei Panikattacken beruhigend eingreifen, Albträume unterbrechen oder Menschen aus traumatischen Flashbacks zurück in die Realität holen. Auch bei Diabetes oder schweren Allergien können sie als Warnhunde lebensrettend sein. Die Ausbildung ist ein langer und intensiver Prozess, der zweieinhalb bis drei Jahre dauert und bis zu 6.000 Trainingsstunden umfassen kann. Dabei wird nicht nur mit dem Hund, sondern intensiv mit dem Mensch-Hund-Team gearbeitet, um eine perfekte Symbiose zu schaffen, die auf Vertrauen und klarer Kommunikation basiert. Die Ausbildung beginnt oft schon im Welpenalter, doch auch geeignete Tierschutzhunde können zu wertvollen Helfern ausgebildet werden.
Qualität, Hoffnung und die Hürde der Finanzierung
Die Professionalität und Qualität der Ausbildung stehen bei Assistenzhunde Helfende Pfoten an oberster Stelle. Dies wurde im Jahr 2024 durch die internationale Akkreditierung durch die Assistant Dogs International (ADI) bestätigt. Als eine von nur vier Organisationen im deutschsprachigen Raum erfüllt der Verein damit die höchsten weltweiten Standards. Diese beinhalten nicht nur detaillierte Trainingsdokumentationen, sondern auch umfassende Notfallpläne, etwa für den Fall von Naturkatastrophen. Trotz dieser anerkannt hohen Qualität und der Tatsache, dass ein Assistenzhund ein anerkanntes Hilfsmittel ist, werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Ausbildung muss vollständig über Spenden finanziert werden. Dies führt zu einer tragischen Situation: Während der Bedarf riesig ist, stehen aktuell knapp 100 Menschen auf der Warteliste, die auf einen Hund oder die Finanzierung dafür warten. Für Katharina Küsters ist jede Absage schmerzhaft, denn sie weiß, dass hinter jeder Anfrage die Hoffnung auf mehr Teilhabe, auf einen Schulabschluss, eine Ausbildung oder einfach ein selbstständigeres Leben steckt. Ihr größter Wunsch für die Zukunft ist daher, dass Inklusion und Teilhabe kein Luxus für wenige bleiben.
Werde auch Du Teil der „Trude Kuh“ Community!
Wir von „Trude Kuh“ hoffen, dass Dich das Gespräch mit Katharina Küsters von Assistenzhunde Helfende Pfoten genauso bewegt hat wie uns. Es zeigt eindrücklich, wie die Partnerschaft zwischen Mensch und Tier Barrieren überwinden und neue Lebensperspektiven eröffnen kann. Wenn auch Du eine Organisation oder einen Verein vertrittst, der eine ebenso spannende Geschichte zu erzählen hat, dann melde Dich bei uns! Wir bieten Dir die perfekte Bühne in unserem modernen TV-Studio von „Trude Kuh“, um Deine Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen. Nutze die Chance, Deine Botschaft zu verbreiten und neue Unterstützer zu gewinnen. Du kannst ganz einfach Deinen Verein im Interview vorstellen und Teil unserer wachsenden Sendungsfamilie werden. Aber nicht nur Vereine finden bei uns eine Heimat. Unsere Plattform „Trude Kuh“ erreicht über 14,5 Millionen Kontakte pro Monat und bietet damit ein enormes Potenzial für Unternehmen. Wenn Du Deine Firma, Deine Produkte oder Dienstleistungen einer großen und interessierten Zielgruppe präsentieren möchtest, dann informiere Dich über unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir schaffen maßgeschneiderte Lösungen, damit Deine Werbebotschaft genau dort ankommt, wo sie wirken soll. Zögere nicht und nimm Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald gemeinsam ein spannendes Projekt umzusetzen!


