Wenn Baumstämme wie Pfeile durch die Luft surren, Strohsäcke segeln und ein Traktorreifen plötzlich zur sportlichen Herausforderung wird, dann weht ein Hauch von Highlands über Ostfriesland. Es ist dieser eigenwillig schöne Mix aus Tradition, Teamgeist und ehrlicher körperlicher Arbeit, der Clan RavenArk&Dancer antreibt – ein Verein, der 2024 als Hobbyteam begann und heute Menschen aller Altersklassen für Highland Games, Tanz und Kultur begeistert. Zwischen Kollinghorst, Langenholt und Heede wächst eine Gemeinschaft heran, die Respekt, Vertrauen und Zusammenhalt lebt und den alten Spirit der Highlands in die Gegenwart trägt. Redaktionsleiter Georg Mahn führte das Gespräch.
Von der Idee zum Clan: Wie alles begann
Die Initialzündung war ein Turnierbesuch: Bei den Highland Games in Nordhorn, Niedersachsenmeisterschaft inklusive, sprang der Funke über. Ein Blick, ein Versuch, ein Satz, der hängen blieb: „Frau, das muss ich auch machen.“ Aus einem Impuls wurde Initiative, aus einer Idee wurde Organisation. Melanie Amthor, heute Vorstandsmitglied, beschreibt den Einstieg trocken und herzlich zugleich: erst ausprobieren, dann anpacken, schließlich umsetzen. So entstand in Rhauderfehn etwas, das mehr ist als Sport – eine lebendige Community, die Schritt für Schritt die Region erobert.
Parallel zu den Erwachsenen wuchs etwas Besonderes heran: ein Kinderclan. In Deutschland einzigartig, weil Highland-Games-Training für Kinder bislang kaum existiert, vermittelt der Verein altersgerecht Bewegung, Technik und Teamgeist. Strohsäcke und leichte Gewichte statt überdimensionierter Lasten, klare Anleitung statt laissez-faire, Sicherheit vor Tempo – und immer dieser Funke Spaß, der überspringt, wenn Kraft und Geschick zusammenfinden.
Trainingsalltag zwischen Kollinghorst und Heede
Trainiert wird im Sommer draußen auf dem Sportplatz in Kollinghorst, in Rhauderfehn hinter der Grundschule – ein Ort, der nach frischer Luft, Rasen und ehrlicher Anstrengung klingt. Montags gehören die ersten 60 Minuten den Kindern, ab 17:30 Uhr; direkt im Anschluss sind die Erwachsenen dran. Ein Arrangement, das aus praktischen Gründen genial ist: Während die Eltern trainieren, können die Kinder am benachbarten Spielplatz weiter Energie loswerden. Niemand wird auseinandergerissen, stattdessen entsteht neue Familienzeit.
Für die Erwachsenen stehen eineinhalb bis zwei Stunden auf dem Plan – je nach Lust, Kraft und Tagesform. Dazu kommen alle 14 Tage Samstags-Termine in Heede, denn das Einzugsgebiet ist groß: 100 Kilometer und mehr sind keine Seltenheit. Auch hier gilt: Step by step steigern, Muskulatur aufbauen, Technik lernen. Denn Highland Games sind Knochensport – aber einer, der mit klugem Training sicher, fordernd und reizvoll bleibt.
Disziplinen, Wettkämpfe und Highland-Herz
Gewicht über die Leine, Steinweitwurf, Baumstamm-Kippen, Tauziehen – die Disziplinen sind so archaisch wie präzise. Farben kodieren Gewichte, Frauen und Männer starten in eigenen Spezifizierungen, dazu gibt es Altersklassen bis zu den Masters. Im Video, das sie mitgebracht haben, zeigen Teammitglieder, wie die Bewegungen aussehen, wie das Timing funktioniert und warum Technik das A und O ist. Ein Baumstamm mit 47 Kilo hebt sich nicht von allein, und doch entscheidet oft der Winkel mehr als die reine Kraft.
Bei Wettkämpfen sind bisher vor allem die Erwachsenen aktiv. Nordhorn, Kreiskaufschaft Bad Bentheim: Fünfte Plätze wie der von Kevin zeigen, wie schnell das Team Anschluss gefunden hat. In Dormagen trat ein Mixteam an, unterstützt von Athletinnen und Athleten anderer Vereine – ein starkes Signal der Szene, in der Hilfsbereitschaft großgeschrieben wird. Für Kinder ist die Turnierlage noch dünn; Clan RavenArk&Dancer nimmt hier eine Pionierrolle ein und baut Strukturen, die Sicherheit, Anleitung und Spaß verbinden.
Kultur trifft Sport: Kilt, Tanz und Mittelaltergeist
Zum Mythos gehören Kilt und Kultur. Im Training tragen die Erwachsenen bewusst Trainingshosen – pragmatisch und familienfreundlich, denn ein Kilt kostet schnell 120 Euro. Bei Turnieren darf es dann traditioneller sein. Darüber hinaus wächst eine Tänzergruppe, die kulturhistorische Tänze pflegt und ein zeitliches Fenster von etwa 900 bis 1500 nach Christus aufspannt. Mittelalterliche Elemente, Geschichten aus den Highlands, lebendige Tradition – so entsteht ein Vereinsdach, unter dem Sport und Kultur ohne Reibung zusammenfinden.
Spirit ist hier kein Marketingwort. Dana Knipper beschreibt den Zusammenhalt als „ein ganz anderes Paar Schuhe“. Achtung füreinander, Verantwortung für sichere Abläufe, besonders bei Kindern, deren Training feinfühlig begleitet werden muss. Trainerinnen und Trainer mit Ausbildung, Gewichte nach Alter und Statur, klare Technikvermittlung – so wächst Kompetenz, und aus kleinen Erfolgen werden große Momente: etwa wenn Kinder beim Tauziehen begreifen, dass man nicht nur zieht, sondern sitzt, verlagert, mit den Hüften pendelt und den Boden nutzt, ohne ihn zu berühren.
Vereinsarbeit zwischen Satzung, Satzungsänderung und Solidarität
Wer einen Verein gründet, lernt schnell: Vision braucht Verwaltung. Satzungen, Änderungen, Kosten, Kommunikation mit dem Finanzamt – all das will solide vorbereitet sein. Erfahrung hilft, doch selbst dann tauchen neue Themen auf, die Ressourcen binden. Gleichzeitig gilt es, finanzielle Mittel zu sichern. Mitgliedsbeiträge bilden eine Basis, aber vieles erwächst aus freiwilliger Unterstützung der Mitglieder, die „wie eine Familie“ anpacken, Zeit verschenken und Verantwortung übernehmen. So werden Trainingsmaterial, Veranstaltungsfahrten und Auftritte möglich.
Die Ziele sind klar: Wachsen, Titel holen, irgendwann Meisterschaften in Ostfriesland ausrichten und die Veranstaltungskultur in der Region bereichern. Mehr Kinder und Jugendliche an Bord holen, die den Sport entdecken, das Gemeinsam-Erleben stärken und das Handy ruhig mal in der Tasche lassen. Ein Verein, der neue Familienzeit schafft, ist mehr als Sport: Er ist eine Haltung.
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Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, Dir Clan RavenArk&Dancer selbst anzusehen: Montags ab 17:30 Uhr trainieren die Kinder hinter der Grundschule in Langenholt bzw. auf dem Sportplatz in Kollinghorst in Rhauderfehn, danach die Erwachsenen; hier spürst Du, wie Highland Games mit Technik, Teamgeist und Tradition verbunden werden, wie Kinder sich sicher ausprobieren und Familien gemeinsam Zeit gewinnen, und Du nimmst aus diesem Interview mit, dass 2024 aus einem Hobbyteam ein Verein wurde, der mit Kinderclan, kulturhistorischem Tanz, regelmäßigen Trainings, Wettkampfteilnahmen in Nordhorn und Dormagen sowie starkem Zusammenhalt eine besondere ostfriesische Erfolgsgeschichte schreibt. Wenn Du mit Deinem Verein, Deiner Initiative oder Deinem Unternehmen in unseren Studios erzählen möchtest, melde Dich: Auf unserer Website findest Du alles über „Trude Kuh“ und wie wir Produktionen umsetzen unter „Trude Kuh“. Wenn Du Lust hast, mit Deinem Team in einem professionellen Umfeld sichtbar zu werden, schau bei unserem TV-Studio von „Trude Kuh“ vorbei; wir produzieren pro Jahr über 1000 Sendungen, erreichen monatlich über 14,5 Mio. Kontakte und verbinden journalistische Qualität mit Herz für Vereine. Du willst Deinen Verein authentisch präsentieren? Dann nutze unsere Seite Verein im Interview vorstellen und sichere Dir einen Slot; wir helfen Dir, Dein Thema knackig zu erzählen, damit Deine Community wächst. Und wenn Du als Unternehmen Deine Marke mit Reichweite und passenden Zielgruppen verbinden willst, findest Du bei uns flexible Formate von Sponsoring bis Spotplatzierung – informiere Dich jetzt über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen; wir beraten Dich persönlich und entwickeln Kampagnen, die wirken. Wir von „Trude Kuh“ machen Geschichten sichtbar – wenn auch Du Deinen Verein vorstellen oder mit Deinem Unternehmen starke Kontakte knüpfen willst, dann melde Dich und wir planen gemeinsam Deinen Auftritt.


