Jacqueline Jürgens von Tierliebe² zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein ruhiger Hof im niedersächsischen Ammerland, der Wind geht sanft durch die Bäume, Hufe scharren leise im Sand, und eine Streunerkatze huscht neugierig durchs Bild. Ein Kind streicht einem Pferd über den Hals, ein Hund legt den Kopf tröstend auf eine Schulter – und plötzlich ist er da, dieser Moment, in dem Vertrauen entsteht. Genau um solche Begegnungen geht es bei Tierliebe²: um ein Projekt, das Tiere rettet und zugleich Kindern und Jugendlichen einen sicheren Raum bietet, in dem Nähe, Ruhe und neue Perspektiven entstehen können. In den Studios von „Trude Kuh“ spricht Jacqueline Jürgens darüber, warum Tiere Menschen oft auf besondere Weise erreichen, weshalb Prävention ebenso wichtig ist wie Rettung – und wie aus geduldiger Zuwendung ein gemeinsames Heilwerden entstehen kann. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Zwischen Rettung und Beziehung: Was Tierliebe² ausmacht

Tierliebe² beginnt dort, wo andere hinschauen und dann handeln. Das Projekt verbindet konkrete Tierrettung mit pädagogischer Arbeit, die Kinder und Jugendliche über die stille Sprache der Tiere erreicht. Ob Greifvogel von der Straße, verletzte Bauernhofkatze oder Igel in der Herbstsaison – Jacqueline Jürgens und ihr Team prüfen jeden Notfall sorgfältig, um richtig zu helfen. Hilfe bedeutet hier nicht nur Versorgung und Pflege, sondern auch die Vermittlung von Wissen: Wie erkennt man einen echten Notfall? Wann braucht ein Wildtier fachliche Hilfe und wann ist Nichtstun die bessere Option? Gerade in der Igelzeit ist das entscheidend. Ein Igel, der tagsüber umherirrt, stark abgemagert ist oder Fliegeneier und Maden trägt, braucht sofortige Unterstützung. Ein nachtaktiver Igel, der abends draußen am Futter nascht, hingegen nicht – falsches Helfen kann mehr schaden als nutzen.

Zum Kern des Projekts gehört aber vor allem die Begegnung: Kinder lernen, Pferde zu putzen, ihre Körpersprache zu deuten und mit Respekt Abstand zu halten – denn Pferde sind fühlende Lebewesen, keine Kuschelobjekte. In praktischen Aktionen werden Kreiden zerkleinert und Farben gemischt, Hufeisen bemalt oder Stallregeln spielerisch erarbeitet. So entstehen feine motorische Übungen und ein Gefühl für Verantwortung. Es ist jene Mischung aus Ruhe, Verlässlichkeit und Zuwendung, die Tiere ausstrahlen und die Kinder spürbar erdet. Ein Kindergartenprojekt mit Kindern mit ADHS und Autismus zeigte eindrucksvoll, wie Arbeit mit Pferden beruhigt, fokussiert und Vertrauen wachsen lässt. Für viele Kinder ist die Erkenntnis neu, dass Tiere klar kommunizieren – mit Ohren, Augen, Spannung oder Entspannung im Körper – und dass Verständnis der erste Schritt zu Sicherheit und echtem Miteinander ist.

Aus Erfahrung gewachsen: Warum Tiere Brücken bauen

Jacqueline Jürgens bringt in Tierliebe² eigene Lebenswege und professionelle Qualifikation zusammen. Schon als Kind trug sie verletzte Vögel in Auffangstationen, rettete Mäuse und fand später im Tierschutzverein Ammerland Halt und Wirkungsmöglichkeiten. Beruflich schlug sie früh die Brücke zur sozialen Arbeit, absolvierte die Sozialassistenz, machte ihr Fachabitur und studiert heute Soziale Arbeit im fünften Semester. Die tiergestützte Pädagogik hat sie selbst als Teenager erlebt – und als wirksam erfahren. Nicht zufällig wurde ein aus dem Tierheim geretteter Hund zum Familienmitglied: Er war da, als es ihr nicht gut ging, und zeigt bis heute, wie Tiere intuitiv trösten und Menschen in schwierigen Phasen tragen können.

Die Arbeit von Tierliebe² geht über einzelne Rettungen hinaus. Sie schafft Beziehungen, die beiden Seiten helfen: Tieren, die niemand mehr will, und Menschen, die Stabilität und Nähe suchen. Der Gedanke von Patenschaften für schwer vermittelbare Tiere gehört ebenso dazu wie das „Tierliebe²-Diplom“, das Kinder nach erfolgreichem Projekttag erhalten – ein kleines Zertifikat, das großes Selbstvertrauen schenken kann. Das Projekt öffnet auch Türen in die Öffentlichkeit: mit lokalen Aktionen von Halloween bis Weihnachtsreiten im Kostüm, mit Aufklärung über Wildtierschutz und mit praktischen Notfall-Sets aus gut durchdachten Materialien. Sichtbar wird: Tierschutz ist ein Gemeinschaftswerk, das Wissen, Praxis und Herz verbindet.

Pädagogik, Prävention und Naturerfahrung

In einer Welt, die früh digitalisiert und stark von Social Media geprägt wird, braucht es Orte, die Kinder zurück zur Natur führen. „Back to the roots“ ist hier nicht Nostalgie, sondern pädagogisch sinnvolle Prävention. Wenn Kinder lieber an die Konsole als nach draußen gehen, können Überforderung und Entfremdung wachsen. Projekte wie Tierliebe² schaffen Gegenräume, die niedrigschwellig und unverbindlich sind – Flohmärkte mit Mitmachstationen, Stalltage mit Lernparcours, Naturkundemodule zur Igelzeit. Kinder erleben, was Empathie praktisch bedeutet: Regeln fürs sichere Verhalten am Pferd, Respekt vor der Eigenständigkeit eines Tieres, Verantwortung beim Füttern, Pflegen und Beobachten. Die Begegnung erdet, macht ruhiger und schafft eine Bindung, die jenseits von Likes und Streams existiert.

Gleichzeitig denken Jürgens und ihr Team weiter: Ein geplanter Ort, an dem tiergestützte Pädagogik die Tierrettung finanziell trägt, soll Jung und Alt zusammenbringen. Ältere Menschen könnten ihre Kompetenzen – Stricken, Gartenarbeit, Handwerk – in Projekte einbringen, Kinder und Jugendliche erfahren Wertschätzung und Orientierung. Für Jugendliche, die in der Schule Pause brauchen oder vorübergehend einen anderen Lernort benötigen, soll mit dem Jugendamt kooperiert werden, um „Hofzeiten“ lernwirksam zu gestalten. Es geht um Gemeinschaft und um das verlässliche Netz, das entsteht, wenn Generationen sich begegnen und Visionen geteilt werden. Genau diese geteilte Vision motiviert – auch, weil Fachleute aus Behörden und sozialen Einrichtungen bereits Rückhalt signalisieren.

Deine Einladung: Gemeinsam wirken, vorstellen, vernetzen

Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, mit uns sichtbar zu werden: Wenn Du mit Deinem Verein oder Deiner Initiative etwas bewegen willst, dann melde Dich und stell Deine Arbeit in unserem TV-Studio vor. Das Gespräch mit Jacqueline Jürgens von Tierliebe² hat gezeigt, wie viel Kraft in Tierschutz, tiergestützter Pädagogik und echter Aufklärungsarbeit steckt. Es ging um Notfallhilfe für Wildtiere wie Igel, um Prävention und Regeln im Umgang mit Pferden, um Patenschaften für schwer vermittelbare Tiere und um eine Zukunft, in der Jung und Alt gemeinsam lernen, heilen und leben.

Wenn Du mit Deinem Verein ähnliche Themen verfolgst oder andere gesellschaftlich wichtige Felder bespielst, kannst Du Deinen Auftritt unkompliziert starten: Hier findest Du den direkten Weg, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen. Und wenn Du als Unternehmen Reichweite suchst, dann bist Du bei uns richtig: „Trude Kuh“ erzielt über 14,5 Millionen Kontakte im Monat – das eröffnet starke Platzierungen, Formate und Kampagnen, die wirken. Schau Dir unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen an, wir entwickeln mit Dir passgenaue Lösungen.