Christian Norda und Sascha Illenseer vom Turnverein Papenburg von 1896 e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn ein Kind zum ersten Mal über die Matte rollt, ein Teenager sich nach dem Training stolz die Schweißperlen von der Stirn wischt oder eine Seniorin im Rehasport spürt, dass Bewegung der beste Schlüssel zur Selbstständigkeit ist, dann entsteht mehr als Sport. Es entsteht Gemeinschaft, Routine, Freundschaft, ein Gefühl von Zugehörigkeit. Genau diese Mischung aus Bewegung und Vereinsleben prägt den Turnverein Papenburg von 1896 e.V. – kurz: TVP –, der seit über 130 Jahren das sportliche Herz der Stadt schlägt. Mit rund viertausend Mitgliedern, über 60 Sportarten und einem Angebot vom Eltern-Kind-Turnen bis zum Wettkampf ist der TVP ein verlässlicher Anker für Menschen in jedem Alter. Darüber sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den Studios von „Trude Kuh“ mit Christian Norda, Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit, und Sascha Illenseer, Vizepräsident für Breitensport und Gesundheitssport.

Breite statt Schublade: Der TVP als sportlicher Treffpunkt

Was den TVP auszeichnet, ist sein enorm breites Angebot. Ein Beitrag, mehr als 60 Sportarten, und für jedes Ziel eine passende Trainingsmöglichkeit: von Tanz über Kampfsport bis hin zu Fitness, Gesundheits- und Rehasport. Der Verein versteht sich nicht nur als Ort für Leistung und Medaillen, sondern vor allem als Treffpunkt für Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Geschichten. Für die einen zählt die Wettkampfmatte, für die anderen der Arztzettel mit Verordnung, wieder andere suchen einfach gute Gesellschaft und Motivation, regelmäßig in Bewegung zu bleiben. Inklusion ist dabei Teil des Selbstverständnisses: Menschen mit Einschränkungen finden im TVP Angebote, die sie ernst nehmen und fördern – vom Erlernen spezifischer Bewegungsabläufe bis zur geduldigen Begleitung im Alltagstraining.

Gesundheitssport im Fokus: Nachfrage explodiert, Verantwortung wächst

Ein besonders dynamisches Feld ist der Gesundheitssport. Was vor Jahren mit „roundabout“ 100 ärztlichen Verordnungen begann, ist heute auf rund 800 Verordnungen angewachsen. Der TVP stemmt fast 40 Reha-Einheiten pro Woche. Dabei reicht die Altersspanne bis ins hohe Alter: Das älteste aktive Mitglied ist 91 Jahre alt – und kommt für Reha und Gesundheitssport verlässlich in die Halle. Die Menschen haben erkannt: Wer rastet, der rostet. Dieser Boom ist Segen und Herausforderung zugleich. Denn wo andere Anbieter aus der Region sich zurückziehen, wächst für den TVP die Verantwortung. Der Verein muss Qualifikationen sichern, Übungsleitende aus- und fortbilden und gleichzeitig das Angebot stabil halten. Der demografische Wandel macht die Aufgabe nicht kleiner: Rund 800 Mitglieder sind über 60, und auch sie wollen qualifiziert, sicher und abwechslungsreich bewegt werden.

Jugend binden, Ehrenamt stärken: Der lange Atem des Vereins

Mit rund 1.700 Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre ist der TVP in der Nachwuchsarbeit sehr stark. Entscheidend ist, die jungen Leute ernst zu nehmen und ihnen echte Plattformen für Entwicklung zu geben. Klar, Studium und Ausbildung führen manche weg, doch viele kommen später zurück – oft sogar als Übungsleiter oder Abteilungsleiter. Genau dort liegt eine zentrale Baustelle: Ehrenamtliche zu gewinnen, bleibt schwierig. Für Abendstunden und Spezialangebote tragen viele engagierte Übungsleitende das Programm, unterstützt von festangestelltem Personal im Büro, in der Hausmeisterei und von einigen Trainerinnen, vor allem vormittags. Manchmal müssen Angebote pausieren oder eingestellt werden, wenn Leitungen fehlen; gleichzeitig entstehen neue Formate, die die Vereinslandschaft lebendig halten. Es ist die Normalität eines großen Vereins, der mit über 60 Sparten dennoch ein imposantes Gesamtprogramm bietet.

Von Jujutsu bis Dancegala: Bilder einer lebendigen Vereinswelt

Das Gespräch in den Studios von „Trude Kuh“ machte die Vielfalt greifbar. Jujutsu-Training mit Kipphandhebel, in dem Bewegungsabläufe verinnerlicht werden. Die turnerische Leistungsspitze mit konzentrierter Arbeit an Geräten. Die „Dancegala“, die im Zweijahresrhythmus zum großen Fest wird – 800 Sitzplätze und über 100 Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne. Aquagymnastik und Aquajogging, für die der TVP Bäder anmietet; die Warteliste ist inzwischen über ein Jahr lang. Und da ist auch Kraftdreikampf: Thomas Leffers, der amtierende Weltmeister, räumte 2025 in Kapstadt ab und bewegte insgesamt 827 Kilogramm – ein Beweis für die Bandbreite zwischen Breitensport und Spitzenleistung. Dabei bleibt klar: Ein Verein finanziert keine Weltmeistertitel aus der Portokasse. Vieles entsteht aus Eigenmotivation, aus Familie, die mitzieht, und aus dem Willen, Leistung zu bringen.

Ideen, Fördergelder, neue Kurse: Wie Innovation beim TVP entsteht

Neue Angebote kommen selten über Nacht. Beim jüngsten Beispiel, „Jumping Fitness“ auf dem Trampolin, dauerte es Monate: Förderanträge stellen, Unterstützung der Stadt und einer lokalen Bank gewinnen, Material beschaffen, Lizenzen für Trainerinnen organisieren. Nach den Herbstferien ging es los – und der Kurs war nach zwei Tagen ausgebucht. Das zeigt, wie stark regionale Zusammenarbeit wirkt, wenn Vereine zielgerichtet sind und ihre Community gut kennen. Gleichzeitig bleibt ein Ziel besonders wichtig: die Alterslücke zwischen 16 und 25 besser zu schließen und Jugendliche nahtlos im Verein zu halten. Mit passenden Kursen, flexiblen Zeiten und attraktiven Formaten will der TVP genau diese Gruppe erreichen.

Vision Vereinsheim: Vormittagssport als Standortvorteil

Der TVP denkt über die nächste Infrastrukturstufe nach. Das aktuelle Vereinsheim, eine frühere Gaststätte mit Saal und angebauter Turnhalle, ist gealtert. Gleichzeitig ist es ein Alleinstellungsmerkmal, denn dadurch kann der TVP als einziger Verein in Papenburg regulär Vormittagssport anbieten – die anderen städtischen Hallen öffnen erst ab 16 Uhr. Nun steht ein Neubau auf der Wunschliste. Das ist ein Kraftakt, der Förderprogramme, Planung und viele Gespräche verlangt. Aber es ist auch eine klare Investition in die Zukunft des Sports vor Ort: mehr Platz für Gesundheitssport, bessere Barrierefreiheit, moderne Trainingsflächen und Treffpunkte, die den sozialen Kitt des Vereins weiter stärken.

Sport, soziale Wärme und ein Hafen für Familien

Neben dem Sport blickte das Gespräch auch auf gesellschaftliche Verantwortung. Familien, die mit der schweren Erkrankung eines Kindes ringen, tragen eine emotionale und häufig finanzielle Last. Hier soll „Trudes Familienhafen“ entlasten: eine Woche kostenloser Urlaub, eingebettet in ein Netzwerk von Menschen, die die Situation verstehen und den Alltag für eine Zeit leichter machen. Ziele, Visionen, gemeinsames Anpacken – all das passt in die DNA eines Vereins wie des TVP. Es geht um weit mehr als Trainingspläne. Es geht um Menschen, die zusammenhalten, sich begegnen und einander Stück für Stück stärken.

Deine Einladung in unser Studio bei „Trude Kuh“

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, dass der Turnverein Papenburg von 1896 e.V. mit seinem riesigen Angebot, dem starken Gesundheitssport mit inzwischen rund 800 Verordnungen, der lebendigen Jugendabteilung mit etwa 1.700 Heranwachsenden, Highlights wie der Dancegala und Erfolgsgeschichten vom Jujutsu bis zum Kraftdreikampf im Gespräch war. Wenn Du Deinen Verein, Deine Initiative oder Dein Unternehmen vorstellen möchtest, dann melde Dich gerne bei uns. Wir erreichen monatlich über 14,5 Millionen Kontakte und bieten im „Trude Kuh“ Kosmos vielfältige Möglichkeiten für Sichtbarkeit, Berichterstattung und Partnerschaften. Du kannst Dir unser TV-Studio von „Trude Kuh“ ansehen, direkt Deinen Verein im Interview vorstellen oder Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen informieren. Wir sorgen dafür, dass Deine Geschichte im richtigen Licht steht und die passende Zielgruppe erreicht.