Lars Ottemann und Christian Weßling vom Allgemeiner Schützenverein „Zur Blanke“ zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn die Sonne über der Grafschaft Bentheim ein goldenes Band über Dächer und Linden legt, klingen Trommeln und Flöten wie ein vertrautes Echo aus längst und jetzt. Auf den Straßen tanzt Tradition, aber hinter den prachtvollen Uniformen und den heiteren Festzelten arbeitet ein feines Uhrwerk aus Ehrenamt und Verantwortung. Genau darüber sprachen der Geschäftsführer Lars Ottemann und Kommandeur Christian Weßling vom Allgemeinen Schützenverein Zur Blanke Nordhorn – ein Verein, der nicht verwaltet, sondern gestaltet, der Gemeinschaft nicht erinnert, sondern lebt. Die beiden nahmen Platz in den „Trude Kuh“ TV-Studios und öffneten den Vorhang zu einem Vereinsleben, das zwischen Maibaum, Spielmannszug und Schießsport den Puls einer Region hörbar macht. Das Interview führte Redaktionsleiter Georg Mahn.

Wie Tradition lebendig bleibt: Willkommen ist hier mehr als ein Wort

Der erste Eindruck, den Lars Ottemann vom Verein hatte, war ein gelungener. Beim ersten Schützenfest „auf der Blanke“ standen er und seine Frau kaum am Zelt, da reihten sich schon Schützenbrüder und Schützenschwestern ein: „Kommt an unseren Tisch, trinkt einen mit“, und aus einem Abend wurde ein Einstieg in eine Gemeinschaft. Diese Willkommenskultur ist im Verein kein Lippenbekenntnis, sie ist gelebte Routine. Christian Weßling kennt das Gefühl von Geburt an – wortwörtlich. Seine Mutter war schwanger, als der damalige Vorsitzende versprach: „Wenn es ein Junge wird, nehmen wir den in den Verein auf.“ Seit dem 11.05.1973 ist aus einer Anekdote Heimat geworden, aus Gerüchten um den ersten Kinderwagen ein Stück Vereinsgeschichte. Was beide eint, ist die Überzeugung, dass Vereine in unruhigen Zeiten mehr denn je gebraucht werden: Sie bieten einen sicheren Hafen, ein Gegenüber, ein Miteinander – und sie verbinden Generationen auf Augenhöhe.

Moderner Verein mit altem Gut: Frauen am Schießstand, Fahnen in Ehren

Tradition ist kein starres Denkmal, sondern bewegt sich mit der Zeit. Das zeigt der Allgemeine Schützenverein Zur Blanke Nordhorn deutlich. Frauen schießen mit, Frauen können Schützenkönigin werden, und eine Frau steht an der Vereinsspitze. Gleichzeitig wird „altes Gut“ gehegt und gepflegt: die Fahne, die über Jahrzehnte – fast ein Jahrhundert – Geschichten getragen hat, das Instrumentarium des vereinseigenen Spielmannszuges, die Rituale rund um Festwoche und Zeltdekoration. Die Mischung macht die Zukunft: offen, flexibel, „state of the art“, ohne das Fundament zu verlieren. So ist das Schützenfest noch immer die große Bühne, doch die Arbeit dahinter ist ein Jahresprojekt. Vorstände und Ausschüsse organisieren Musik, Ablauf, Sicherheit und Atmosphäre; der Festausschuss trägt Verantwortung für Winterfeste, Familiengrillen, Maibaumaufstellen und die vielen kleinen Anlässe, die Gemeinschaft zu einem täglichen Wort machen.

Schießsport mit Perspektive: Nachwuchs, Wettkämpfe, Deutsche Meisterschaft

Wer vom Schützenverein spricht, meint auch den Sport. In Nordhorn trainiert die Schießgruppe in einem modernen Schießzentrum mit Luftgewehr, Kleinkaliber und Pistole, eingebunden in die Nordhorner Schießgemeinschaft. Der Einstieg gelingt früh über eine Lichtpunktanlage, die jungen Schützinnen und Schützen erste sichere Erfahrungen ermöglicht. Sportlich setzt der Verein auf klare Ziele und gute Betreuung: Sportleiter Manfred begleitet Talente bis zu nationalen Wettbewerben, und aus dem Verein heraus nahmen bereits Schützen und Schützinnen an Deutschen Meisterschaften teil. Neben dem Leistungsgedanken bleibt die Freude am gemeinsamen Training und am fairen Vergleich mit befreundeten Vereinen – ob beim Vergleichsschießen mit der Schützengilde Gildehaus oder bei überregionalen Wettkämpfen. Es ist dieser sportliche Herzschlag, der die technische Präzision mit der sozialen Wärme des Vereinslebens verbindet.

Alltag, Auszeit, Zusammenhalt: Warum Vereine heute wichtiger sind

Es wirkt fast selbstverständlich, wenn Menschen am Straßenrand stehen und die Kapellen vorbeiziehen, wenn Freundschaften im Festzelt neu aufflammen und alte Bekannte sich in den Armen liegen. Doch hinter dem sorglosen Bild steckt die bewusste Entscheidung, Zeit zu teilen und Verantwortung zu übernehmen. Lars Ottemann beschreibt Schützenfeste als willkommene Auszeit: Alltag abschalten, Musik hören, Bekannte treffen, Gemeinschaft erleben. Weßling sieht den Zusammenhalt weit über die eigene Vereinsgrenze hinaus. Man besucht sich gegenseitig zu Festen, der Spielmannszug hilft aus, Termine werden verlässlich wahrgenommen, und die Stadt Nordhorn erlebt eine Kultur, die trägt. Diese Kultur braucht Nachwuchs, der nicht nur mitmacht, sondern mitgestaltet, braucht aber ebenso finanzielle Unterstützung. Sponsoren und Spenden sind für Instrumente, Sportförderung, Ausstattung und die Gesamtorganisation unerlässlich – ohne sie lässt sich der Anspruch, Tradition weiterzuentwickeln, kaum halten.

Blick nach vorn: Drei Tage feiern, viele Jahre bewahren

Die Zukunftsidee ist angenehm bodenständig: „Wieder einen Schritt zurück“ in die gute alte Dreitage-Tradition des Schützenfestes, sagt Ottemann. Mehr Zeit für Begegnung, mehr Bühne für den Spielmannszug, mehr Raum für Rituale. Parallel wird die Gegenwart ernst genommen: Social Media gehört inzwischen zum Werkzeugkasten – nicht als Selbstzweck, sondern um sichtbar zu sein und den Nachwuchs dort abzuholen, wo er kommuniziert. Der Verein hat seine Hausaufgaben gemacht und bleibt offen: Frauen in Verantwortung, neue Formate, moderne Ansprache, klare Pflege der Symbole. Was die nächsten fünf Jahre bringen sollen? Nachwuchs, Begeisterung und das bewusste Weitertragen dessen, was beide Gesprächspartner leben. Im Zentrum stehen Gesundheit, Freude und das Versprechen, gemeinsam viele Feste zu feiern – nicht nur zwei Tage, gern wieder drei.

Einladung: Dein Verein, Dein Auftritt – wir von „Trude Kuh“ öffnen die Studiotüren

Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein: Wenn Du mit Deinem Verein die Kraft von Gemeinschaft, die Leidenschaft für gelebte Tradition und die Freude am Schießsport zeigen willst, dann komm zu uns ins TV-Studio von „Trude Kuh“. Der Allgemeine Schützenverein Zur Blanke Nordhorn hat im Gespräch mit Lars Ottemann und Christian Weßling eindrücklich gezeigt, wie Willkommenskultur funktioniert, wie Frauen selbstverständlich mitschießen, wie ein Spielmannszug den Takt vorgibt und wie Nachwuchs über Lichtpunktanlagen behutsam in den Sport hineinwächst, und wenn Du genau solche Geschichten erzählen möchtest, melde Dich. Wir erreichen monatlich über 14,5 Mio. Kontakte und bieten damit starke Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die regional verankert und zugleich reichweitenstark kommunizieren wollen. Informiere Dich über „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, schau Dir unser Studio an unter TV-Studio von „Trude Kuh“, bewirb Deinen Verein für ein Interview über Verein im Interview vorstellen und entdecke unser Angebotsportfolio für Reichweite und Markenpräsenz unter Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ erzählen Deine Geschichte – wenn auch Du Deinen Verein, Deine Mitglieder und Deine Erfolge sichtbar machen willst, dann nutze unsere Plattform, komm ins Studio und erreiche Menschen, die genau Dein Thema hören wollen.