Theresia Singer von Glücksfaden zu Gast bei „Trude Kuh“

Im hellen Scheinwerferlicht wird ein Faden zum Symbol: unscheinbar, leise, aber stark genug, um zu halten, wenn Worte fehlen. So beginnt eine Erzählung, die mitten ins Herz führt – dorthin, wo Familien mit Frühchen hoffen, wo Eltern von Sternenkindern Abschied nehmen und wo Kinder mit besonderen Bedürfnissen mehr benötigen als Standardlösungen. Genau hier setzt Glücksfaden an: mit handgenähten Unikaten, die nicht nur wärmen, sondern trösten, nicht nur passen, sondern möglich machen. In den „Trude Kuh“ TV-Studios spricht Theresia Singer über dieses Engagement, das nicht mit Zahlen, sondern mit Nähe rechnet – und mit Stoff, der zu Trost wird. Geführt wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Handarbeit mit Haltung: Warum Glücksfaden entstand

Glücksfaden ist ein junger Verein, der dort anpackt, wo Konfektionsgrößen enden. In Deutschland kommen jährlich rund 60.000 Frühchen zur Welt – eine Zahl, die groß klingt, aber für die Textilindustrie zu klein ist, um reguläre Kollektionen für Größen ab 32 vorzuhalten. Genau diese Lücke schließt Glücksfaden mit maßgeschneiderter, weicher Kleidung, die sich anpasst: Bodies, Wickeljäckchen, Mützchen, Söckchen – alles in winzigen Größen und mit Details, die im Klinikalltag entscheidend sind. Statt großer Druckknöpfe finden sich feine Bändchen, die sensible Haut schützen und Zugänge frei lassen. Jersey und Sweat dominieren, stets so gewählt, dass Berührung eher streichelt als reizt.

Für Sternenkinder schafft der Verein Erinnerungsstücke, die berühren, ohne zu beschweren: liebevoll arrangierte Bilderrahmen, kleine Schächtelchen mit gehäkelten Flügeln und Deckchen, winzige Bettchen in unterschiedlichen Größen. Sie sind dafür gemacht, dass Erinnerungen bleiben dürfen – greifbar, würdevoll, behutsam. Die Rückmeldungen, die den Verein erreichen, sind leise und kraftvoll zugleich: Dankbarkeit, Erleichterung, manchmal ein Foto, auf dem ein viel zu kleiner Strampler doch wie eine Umarmung wirkt.

80 Hände, ein Ziel: Nähe schaffen – bundesweit

Was mit einem Facebook-Aufruf begann, ist inzwischen ein Netzwerk aus über 80 Näherinnen, Strickerinnen und Häklerinnen – von Schleswig-Holstein bis nach Bayern. Theresia Singer gehört zu den ersten, die sich gemeldet haben. Sie ist leidenschaftliche Näherin und weiß aus dem Umfeld, wie viel Unsicherheit entsteht, wenn ein Baby zu früh auf die Welt kommt. Im Verein werden Erfahrungen und Techniken geteilt, Anleitungen verbessert, Schnitte optimiert. Bei den Jahrestreffen – zuletzt in Siegburg – wird gefachsimpelt: Welche Naht schont die Haut? Welche Garnstärke hält, ohne zu drücken? Wie gelingt ein sauberer Schlitz für medizinische Zugänge? Neben Könnerinnen sitzen Anfängerinnen; Schneidermeisterinnen geben ihr Wissen weiter, Neugier und Sorgfalt verbinden Generationen und Regionen.

Die Stoffauswahl ist frei – mit Feingefühl. Piratenmotive sind okay, Totenköpfe nicht. Weich muss es sein, sanft, freundlich fürs Auge. Denn Kleidung ist hier mehr als ein Produkt: Sie ist Zuwendung in Textilform.

Für Frühchen, Sternenkinder und besondere Bedürfnisse

Glücksfaden arbeitet in zwei Geschwindigkeiten. Auf Vorrat entstehen Standardteile für Kliniken und Familien, damit im Notfall sofort eine passende Ausstattung bereitliegt. Daneben gibt es individuelle Lösungen, wenn Standard nicht reicht: seitliche Öffnungen für Schläuche, spezielle Schnitte bei Gliedmaßenverkürzungen, Hosen für Kinder, die langfristig Windeln benötigen – auch noch im Schulalter. Alles wird mit den Eltern abgestimmt, denn es geht um Alltagstauglichkeit, Würde und das, was Kleidung leisten kann: Bewegungsfreiheit, Sicherheit, Selbstverständlichkeit.

Für Sternenkinder gilt ein eigener Takt der Zärtlichkeit. Heute weiß man, wie wichtig es ist, Abschied bewusst zu gestalten. Glücksfaden arbeitet mit Sternenkindfotografinnen zusammen und stellt Ausstattung bereit, die letzte Bilder möglich macht – Bilder, die trösten, weil sie anerkennen. Wo früher manches verschwiegen wurde, hilft heute ein Rahmen, in dem Trauer ihren Ausdruck findet.

Zwischen Nadelöhr und Netzwerk: Wie aus Engagement Wirkung wird

Die Arbeit ist filigran, zeitintensiv – und erfüllend. Theresia Singer beschreibt Abende an der Nähmaschine, an denen sie sich das Kind vorstellt, das den winzigen Body einmal tragen wird. Wenn dann Pakete an Kliniken gehen und Fotos zurückkommen, wird aus Stoff eine Geschichte, die weitergetragen wird. Der Verein lebt von Ehrenamt – und von Spenden. Viele Materialien stammen aus privaten Beständen, Stoffreste werden sinnvoll genutzt. Damit Fortbildungen möglich sind, damit Anfängerinnen Sicherheit gewinnen, damit die Qualität gleichbleibend hoch bleibt, braucht es finanzielle Unterstützung. Ziel ist es, den wachsenden Bedarf mit verlässlicher Struktur zu beantworten, denn die Anfragen steigen – ein Spiegel der Realität, in der Frühgeburten und komplexe Verläufe zum Alltag der Kliniken gehören.

Wer helfen will, kann das doppelt: mit Geld- und Sachspenden und mit eigener Zeit. Glücksfaden sucht weitere Näherinnen und – ausdrücklich – Näher. Männer, die nähen, sind willkommen, ebenso Unterstützer, die Fahrten übernehmen oder logistisch helfen. Jede helfende Hand erweitert den Radius, in dem Hilfe ankommt.

Ein Verein, der Sprache findet, wo Worte fehlen

Glücksfaden zeigt, wie viel in leisen Gesten steckt. In einem Söckchen, so klein wie ein Finger. In einem Bettchen, das auf eine Handfläche passt. In einem Body, der aussieht wie jeder andere – nur eben viel, viel kleiner. Es ist diese Normalität, die so wohltuend wirkt, wenn alles andere aus dem Takt fällt. Dass ein Frühchen wie ein Baby angezogen wird, dass Eltern einem Sternenkind eine Erinnerung geben können, die bleibt – das sind Momente, in denen Textil zur Sprache wird. Und es sind Momente, die Mut machen: Weil Menschen sich zusammentun, Wissen teilen, Grenzen der Industrie mit menschlicher Handarbeit überbrücken.

Theresia Singer sagt, dass diese Arbeit ihr selbst viel zurückgibt. Vielleicht liegt das daran, dass Glücksfaden nicht nur näht, sondern Verbindungen schafft: zwischen Familien und Helfenden, zwischen Verlust und Erinnerung, zwischen Klinikalltag und Menschlichkeit. Wer diese Verbindung einmal gesehen hat, vergisst sie nicht. Und wer sie unterstützen will, sorgt dafür, dass der Faden nicht reißt.

Deine Einladung in unser TV-Studio und Blick hinter die Kulissen

Wir von „Trude Kuh“ freuen uns, wenn Dich die Geschichte von Glücksfaden berührt hat, denn sie steht exemplarisch für die stillen Heldinnen und Helden, die wir in unseren TV-Studios vorstellen: engagierte Menschen, die Frühchen mit Kleidung in Größe 32 versorgen, Familien von Sternenkindern mit Erinnerungsstücken behutsam begleiten und mit individuellen Lösungen Kindern mit besonderen Bedürfnissen den Alltag erleichtern; wenn Du mit Deinem Verein Ähnliches leistest oder mit Deinem Unternehmen Aufmerksamkeit für gute Zwecke schaffen willst, melde Dich bei uns, denn wir bieten Dir die Bühne und Reichweite: Über 14,5 Mio. Kontakte im Monat sorgen dafür, dass Geschichten und Botschaften ankommen, und damit eröffnen sich auch starke Werbemöglichkeiten für Marken, die Verantwortung zeigen möchten. Auf unserer Website „Trude Kuh“ findest Du Einblicke und Kontakte, im TV-Studio von „Trude Kuh“ warten Kameras und ein professionelles Team auf Deinen Auftritt, über Verein im Interview vorstellen kannst Du Deinen Termin anfragen und erzählen, was Euch antreibt, und wenn Du als Unternehmen Deine Zielgruppe effizient erreichen willst, zeigen wir Dir unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen – vom Studio-Placement bis zu crossmedialen Kampagnen; wir fassen das Gespräch mit Theresia Singer kurz für Dich zusammen: Glücksfaden näht, strickt und häkelt handgemachte Unikate für Frühchen, schafft Erinnerungsstücke für Sternenkinder, entwickelt passgenaue Kleidung für besondere Bedürfnisse und lebt von Ehrenamt und Spenden, damit Hilfe dort ankommt, wo die Industrie aufhört; wenn auch Du Deine Geschichte teilen oder Reichweite aufbauen willst, dann komm ins Studio – wir von „Trude Kuh“ kümmern uns um die Bühne, die Bilder und die Sichtbarkeit, und Du bringst das Herzstück mit: Deine Mission.