Erwin Bäuml vom Ortsring Eil Verein für Heimatpflege zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein Bündel Reisig auf dem Tisch, Finger, die wie im Rhythmus einer alten Melodie zugreifen, zupfen, binden – jeder Handgriff sitzt. In diesem Bild steckt mehr als Routine: Es ist das Echo eines Handwerks, das Familien ernährte, Identität stiftete und ein ganzes Ortsbild prägte. Eil, heute ein Kölner Stadtteil, war einst das Besenbinderdorf, in dem das Wissen von Generation zu Generation wanderte wie der Faden, der das Reisig zusammenhielt. Wie viele Traditionen drohte auch diese zu verblassen. Doch dort, wo Geschichten verschwinden könnten, hält sie der Ortsring Eil Verein für Heimatpflege fest – mit Kulturpfad, historischen Fototafeln, Denkmalen und sehr konkreter Pflege des öffentlichen Raums. Darüber spricht Redaktionsleiter Georg Mahn mit Erwin Bäuml, dem ersten Vorsitzenden, in den Studios von „Trude Kuh“.

Eil: Vom Besenbinderdorf zum Kölner Stadtteil – Geschichte zum Anfassen

Eil wurde erstmals 1268 erwähnt und kam 1975 über Porz zu Köln. Wer heute durch den Stadtteil geht, sieht nicht nur den Wandel – er stolpert sinnbildlich über Spuren, die der Ortsring Eil Verein für Heimatpflege sichtbar macht. Das Besenbinderdenkmal, 2018 veröffentlicht, erinnert an die Zeit, in der Eiler Bürgerinnen und Bürger besonders in den Wintermonaten Besen banden, um ein Zubrot zu verdienen. Die Kaiserstraße im nahegelegenen Urbach trägt noch die Erinnerung an einen kaiserlichen Besuch im Jahr 1905, dessen Girlanden selbstverständlich in Eil gebunden wurden. Geschichte ist hier keine bloße Vitrine: Der Verein lässt sie berühren, erleben und begreifen. Ein 3D-Bronzemodell nach einer Straßenkarte von 1826 macht Topografie haptisch, dazu kommen Fototafeln, die vergangene Orte mit heutigen Blicken verweben. So wird „Heimat“ nicht nostalgisch verklärt, sondern gelebt – jeden Tag, im Vorbeigehen.

Kulturpfad, Brunnenfund, Denkmal: Wie Projekte Eil prägen

Seit 2014 setzt der Ortsring Eil Verein für Heimatpflege Projekt um Projekt um – mittlerweile sind es 17 Stationen, die auf einem Kulturpfad gebündelt werden. Die Karte verknüpft Orte und Geschichten und macht Führungen ebenso möglich wie den eigenen Entdecker-Spaziergang. Ein Glanzstück ist die Rekonstruktion eines historischen Brunnens, deren Entstehung selbst zur lokalen Legende wurde: Aus einem Katasterplan von 1854 wusste man, dass es diesen Brunnen geben musste. Am 17. Februar 2022 um 14:30 Uhr kam der entscheidende Anruf des Bauleiters, der nicht nur pfiffig suchte, sondern die originalen Steine sicherte, den Fundort per GPS einmaß und so den Nachbau am Originalort nach Beschreibungen aus Gerichtsakten von 1876 erlaubte. Heute ist der Brunnen identitätsstiftender Treffpunkt und Beleg dafür, wie akribische Recherche, handwerkliche Umsetzung und bürgerschaftliches Engagement zusammenwirken. Der Verein organisiert darüber hinaus ein dauerhaft sichtbares Zeichen der Gemeinschaft: einen zehn Meter hohen Festbaum aus Leichtmetall, dessen Kranz per Stahlseil je nach Saison als Maikranz, Erntedankkrone oder Adventkranz geschmückt wird – oft von Kindern, wodurch Tradition ganz natürlich in die nächste Generation wandert.

Gemeinschaft, Ehrenamt und die Kraft der sichtbaren Ergebnisse

Heimatpflege ist für den Ortsring Eil Verein für Heimatpflege kein Archivjob, sondern Mitmachkultur. Grünanlagen werden gepflegt, Plätze verschönert, Blumenbeete nachgesehen und neu angelegt – inspiriert von Städtetouren, mit Ideen, die etwa aus Cochem an der Mosel ihren Weg nach Eil finden. Beim Eiler Weihnachtsbasar, der nach Zahl der Stände der größte in Porz ist, kommen Aussteller und Besucher zusammen, während die Biker for Kids Cologne e. V. mit bis zu 34 festlich geschmückten Maschinen und Motorrad-Nikoläusen Spenden für das Kinderkrankenhaus in Porz sammeln. Das ist gelebte Nachbarschaft, in der sich Tradition und moderne Solidarität die Hand geben. Die Mitgliederentwicklung spiegelt die Wirkmacht: Von 15 Mitgliedern im Jahr 2014 wuchs der Verein auf 363 – nicht nur ein Gradmesser für Engagement, sondern auch ein Hebel gegenüber Politik und Verwaltung. Je mehr Menschen hinter einem Projekt stehen, desto kräftiger trägt es. Für Erwin Bäuml, 2003 aus Landshut nach Köln gekommen, ist das Ehrenamt der Schlüssel zum Ankommen: Einsatz schafft Begegnung, Begegnung schafft Bindung. Und das wichtigste Feedback kommt von den Menschen vor Ort, die die Projekte sehen, anfassen und wertschätzen – vom Denkmal bis zum Brunnen.

Ausblick: Kapelle, Wappen und das nächste Kapitel

Die Pipeline ist gut gefüllt. Kanaldeckel sollen künftig das Wappen von Eil tragen und so Identifikation buchstäblich auf die Straßen bringen. Parallel entsteht in Simbabwe ein Steinmodell der 1928 abgerissenen Kapelle Sankt Rochus, gestaltet vom Künstler, der 2018 das Besenbinderdenkmal geschaffen hat – basierend auf Originalfotos. Es sind Projekte mit Substanz und Wirkung: Die Vergangenheit bekommt Form, die Gegenwart Orte und die Zukunft Perspektive. In einer Zeit, in der die Welt gefühlt kleiner, digitaler und schneller wird, wächst der Wunsch nach verbindenden Punkten im unmittelbaren Umfeld. Genau hier entsteht die besondere Magie von Heimatpflege: Sie ist nicht Rückblick, sondern Einladung, Teil der Geschichte zu sein, die heute geschrieben wird.

Deine Einladung: Mit Deinem Verein ins TV-Studio kommen und Reichweite für Deine Themen nutzen

Wir von „Trude Kuh“ haben heute gezeigt, wie Erwin Bäuml und der Ortsring Eil Verein für Heimatpflege in Eil Geschichte greifbar machen, Traditionen wie das Besenbinderhandwerk würdigen, mit dem Kulturpfad und dem rekonstruierten Brunnen echte Ankerpunkte setzen, Grünanlagen und Blumenbeete liebevoll pflegen und mit dem größten Weihnachtsbasar in Porz Menschen zusammenbringen; wenn Du mit Deinem Verein ähnliche Projekte vorantreibst oder eine starke Geschichte aus Deiner Heimat erzählen willst, laden wir Dich ein, Dich zu melden, denn unser „Trude Kuh“ Netzwerk erreicht über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bietet enorme Reichweite für Inhalte und ebenfalls viele Werbemöglichkeiten für Unternehmen, sodass Du Deine Botschaft und Marke professionell platzieren kannst; komm gern ins TV-Studio von „Trude Kuh“, stell Deinen Verein im Interview vor und nutze die Bühne, die wir Dir bieten – wir kümmern uns um Produktion, Redaktion und die passende Ausspielung, Du bringst Deine Geschichte mit und gemeinsam sorgen wir dafür, dass sie die Menschen erreicht, die Du begeistern möchtest.